Leckerei im November- Schwarzwurzel

Ungerechter Weise wird die Schwarzwurzel auch „Spargel des armen Mannes“ genannt. Dabei gehört sie nicht zur gleichen Gattung wie der Spargel sondern in die selbe Familie wie beispielsweise Löwenzahn. Ihre zwei bis drei Zentimeter dicken Wurzeln finden Verwendung in vielen Gerichten und sind auch bei Gourmets ein gerne verwendetes Gemüse.

Wo kommt sie her?

Zunächst war die Schwarzwurzel als Heilmittel gegen Schlangenbisse und die Pest bekannt. Vor allem in Spanien tauchte sie zunächst als Heilpflanze auf. Später im 17. Jahrhundert begann der kultivierte Anbau und die Schwarzwurzel verbreitete sich von Belgien über Frankreich nach Holland. Heute noch wird die Schwarzwurzel hauptsächlich in diesen Ländern angebaut. Ähnlich wie bei der Spargelernte muss auch hier jede einzelne Wurzel „gestochen“ werden.

Verwendung

Bevor man loslegt mit schrubben und schälen, sollte man sich unbedingt ein paar Haushaltshandschuhe anlegen und eventuell auch die Kleidung schützen. Denn das Putzen der Schwarzwurzeln kann eine ziemlich klebrige Angelegenheit werden.

Wenn Kleidung und Hände geschützt sind, beginnt man zunächst die Wurzeln unter Wasser mit der Gemüsebürste zu schrubben. Ist der grobe Dreck weg, gelangt man zur derben braunen Schale, die man mit einem normalen Gemüseschäler abnehmen kann. Jetzt wird es klebrig, denn die Schwarzwurzel sondert eine milchige Flüssigkeit ab, die an den Händen pappt. Gut, dass wir Handschuhe angezogen haben.

Jetzt empfiehlt es sich, die Wurzeln in Zitronenwasser einzulegen, denn sonst verfärbt sich das weiße Gemüse ziemlich schnell braun. Danach geht’s ans Kochen, Frittieren, Dünsten. Was man alles aus der Schwarzwurzel machen kann, verraten wir in unserem Rezept des Monats- November.

Was ist drin?

Die Schwarzwurzel gilt als Fitnessgemüse, denn mit ihrem hohen Anteil an Inulin stärkt sie das Immunsystem und schützt die Darmflora. Zu viel davon bekommt allerdings dem Magen nicht gut. Weitere Benefits des Winterspargels sind der hohe Gehalt an Kalium, Folsäure, Viatmin E und Kalzium. Mit gerade einmal 17 kcal pro 100 Gramm ist das Gemüse wahrlich keine Kalorienbombe.

Text: Redaktion

Bild: Pixabay

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